Impfungen bei Kaninchen

Beim Kaninchen sind zwei Viruserkrankungen besonders gefürchtet: die Myxomatose und die Chinaseuche (hämorrhagische Krankheit / RHD). Diese beiden Erkrankungen können direkt von Wildkaninchen auf Hauskaninchen übertragen werden, aber auch indirekt über Stechmücken, verseuchtes Grünfutter und Gegenstände (Schuhe).

Die Myxomatose oder Kaninchenpest tritt v.a. in den warmen Monaten auf. Eine Woche nach der Ansteckung kommt es zu den typischen Symptomen. Es treten schwere Entzündungen mit Schwellungen und eitrigen Absonderungen im Kopf- und Afterbereich auf. Die Tiere sterben bei einem schweren Verlauf nach 1-2 Wochen.

Bei der Chinaseuche ist die Möglichkeit einer indirekten Übertragung mit dem Grünfutter, Einstreu und Kot besonders zu beachten, da der Erreger tage- bis wochenlang überleben kann. Die Erkrankung verläuft meist sehr schnell. Vielfach versterben die Tiere im Verlauf von 3 Tagen.

Bei Krankheitsausbruch gibt es keine gezielten Behandlungsmöglichkeiten. Es kann nur versucht werden, die auftretenden Symptome zu mildern.

Der beste Schutz gegen die Erkrankungen ist die Impfung.

Die Erstimpfung gegen Chinaseuche kann bereits im Alter von 4 Wochen durchgeführt werden. Im Anschluss an die Erstimpfung muss eine Nachimpfung im Abstand von 3-4 Wochen erfolgen, um eine ausreichende Grundimmunisierung zu erreichen.

Danach muss die Impfung jährlich wiederholt werden, nach neuesten Empfehlungen in gefährdeten Gebieten sogar halbjährlich.

Die Erstimpfung gegen Myxomatose kann im Alter von 4-6 Wochen erfolgen. Die Nachimpfung wird nach 3-4 Wochen durchgeführt.

Impfschutz besteht für 6 -9 Monate, so dass die Kaninchen im Herbst nachgeimpft werden müssen.

 

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