Impfungen bei Hunden

Wir empfehlen die erste Impfung der Hundewelpen im Alter von 8 Wochen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Zwingerhusten und Leptospirose.

In Zuchtbeständen und gefährdeten Beständen kann bereits im Alter von 6-7 Wochen eine Impfung gegen Parvovirose erfolgen. Die Nachimpfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und die 1. Impfung gegen Tollwut sollte in der 12. Woche erfolgen. In diesem Alter kann bereits auch eine Impfung gegen Borreliose erfolgen. Bei älteren Tieren empfehlen wir, vorher einen Bluttest zu machen, ob das Tier eventuell bereits durch einen Zeckenbiss infiziert wurde. Sollte dies der Fall sein empfiehlt sich eine Impfung nicht. Es sollte stattdessen eine Therapie mit einem geeigneten Antibiotikum begonnen werden.

Nach neuesten Erkenntnissen wird eine weitere Nachimpfung im Alter von 16 Wochen gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut empfohlen.

Erfolgt eine Nachimpfung im Alter von 16 Monaten, so kann unter Berücksichtigung der Haltung, der Seuchenlage und der Zulassung des Impfstoffes, das Impfintervall bei der Impfung gegen Tollwut auf 2-3 Jahre verlängert werden. Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Borreliose müssen zur Aufrechterhaltung eines ausreichenden Impfschutzes weiterhin jährlich erfolgen.

Staupe

Staupe ist eine der gefürchtetsten Erkrankungen des Hundes. Krankheitszeichen sind hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Nasen- und Augenausfluss, der im Verlauf der Erkrankung eitrig wird, bis hin zu Erbrechen, blutigem Durchfall und Lungenentzündung. Besonders gefürchtet ist die sogenannte nervöse Form der Staupe mit Befall des Gehirns, Lähmungen und Gleichgewichtsstörungen.

Hepatitis

Hier handelt es sich um eine, nur für Hunde ansteckende Leberentzündung. Auch gesund erscheinende Hunde können das Virus übertragen. Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Mattigkeit, auch Augen- und Nasenausfluss sowie starken Krämpfen und Schmerzen in der Lebergegend. Schwerst erkrankte Tiere können über Nacht unter Krämpfen versterben.

Parvovirose

Der Erreger der Parvovirose ist sehr langlebig und wird mit dem Kot ausgeschieden. Die Erkrankung beginnt mit Fieber, auf das dann Erbrechen und schwerer blutiger Durchfall folgt. Die erkrankten Tiere müssen umgehend in tierärztliche Intensivbehandlung. Trotzdem kommt es häufig zu einem tödlichen Verlauf.

Leptospirose

Diese auch «Stuttgarter Hundeseuche» genannte Erkrankung wird über den Urin erkrankter Tiere, aber auch über Ratten und Mäuse übertragen. Da der Erreger sehr widerstandsfähig ist, kann er auch lange Zeit in Pfützen überleben und so Hunde infizieren, die daraus trinken. Die Symptome der Erkrankung sind unspezifisch, Futterverweigerung, Erbrechen, manchmal Gelbsucht.

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